Bericht von der Jahrestagung 2018

Sehr gelungene Jahrestagung in Hannover

Bei wun­der­bar kla­rem Wet­ter mit Son­nen­schein und blau­em Him­mel konn­ten wir am 2.3.2018 unse­re Ver­bands­ta­gung in Han­no­ver durch­füh­ren. Die hel­len und ange­neh­men Räum­lich­kei­ten des Ste­phans­stifts boten den knapp 60 Anwe­sen­den idea­le atmo­sphä­ri­sche und funk­tio­na­le Bedin­gun­gen, und dem ent­sprach auch die all­ge­mei­ne Stim­mung – ent­spannt, freund­lich und neu­gie­rig auf die Aus­ein­an­der­set­zung mit den ange­bo­te­nen Themen.

Das prin­zi­pi­ell gute Ver­hält­nis der drei an Schu­len bera­ten­den Pro­fes­sio­nen Beratungslehrer*innen, Schul­so­zi­al­ar­beit und Schul­psy­cho­lo­gie zeig­te sich dar­an, dass auch eini­ge Mit­glie­der der LAG Schul­so­zi­al­ar­beit teil­nah­men und einer der Work­shops von Pia Lip­pert, Schul­psy­cho­lo­gin aus Syke, gelei­tet wurde.

Zu unse­rer gro­ßen Freu­de war auch Pro­fes­sor Nor­bert Gre­we von der Uni­ver­si­tät Hil­des­heim anwe­send. Prof. Gre­we hat die Beratungslehrer*innen-Weiterbildung seit 1978 feder­füh­rend ent­wi­ckelt und jedes Jahr in Zusam­men­ar­beit mit der Schul­psy­cho­lo­gie auf den neu­es­ten Stand gebracht. Obwohl inzwi­schen seit zwei Jah­ren im Ruhe­stand, ist er unse­ren Anlie­gen immer noch stark ver­bun­den und hat uns auch bei die­ser Gele­gen­heit wie­der mit wert­vol­len Hin­wei­sen unter ande­rem in ver­bands­po­li­ti­schen Fra­gen unterstützt.

In sei­ner kur­zen Begrü­ßung hob der Vor­sit­zen­de Jörg Lage­mann die Bedeu­tung einer Inter­es­sen­ver­tre­tung für uns Bera­tungs­lehr­kräf­te her­vor. Ohne den vbn: gäbe es kei­nen Ansprech­part­ner für Eltern und Poli­tik und umge­kehrt kei­ne Orga­ni­sa­ti­on, die unse­ren Anlie­gen beim Kul­tus­mi­nis­te­ri­um, bei der Lan­des­schul­be­hör­de und bei ande­ren wich­ti­gen Stel­len Gehör ver­schaf­fen könnte.

Mar­tin Bruck-Peters aus dem Bei­rat schaff­te es anschlie­ßend, in weni­ger als zwan­zig Minu­ten mit einem beein­dru­cken­den VORTRAG die Auf­merk­sam­keit der Anwe­sen­den in sei­nen Bann zu zie­hen. Von der Viel­zahl an aktu­ell drän­gen­den Pro­ble­men, mit denen wir tag­täg­lich zu tun haben, lenk­te er den Blick auf eini­ge weni­ge, ganz grund­sätz­li­che Fra­gen unse­rer Arbeit als (Bera­tungs-) Lehrer*innen und ent­wi­ckel­te eine Rei­he von Denk­an­stö­ßen, die vie­le von uns noch lan­ge beglei­ten werden.

Danach ging es in die Work­shops (Berich­te fol­gen), aus denen die Teilnehmer*innen um 12.30 Uhr, sicht­lich ange­regt und vie­le noch in inten­si­ve Dis­kus­sio­nen ver­tieft, den Weg ins Nach­bar­ge­bäu­de antra­ten. Dort gab es im gemüt­li­chen Spei­se­saal ein wohl­schme­cken­des und reich­hal­ti­ges Mittagessen.

Nach der Mit­tags­pau­se waren eini­ge sat­zungs­ge­mä­ße For­ma­li­en zu erle­di­gen. Die Kas­sen­füh­re­rin und der Vor­stand wur­den ent­las­tet, Vor­stand und Bei­rat bestä­tigt bzw. neu gewählt. Die Aus­schei­den­den Rai­ner Gütz­kow und Joa­chim Jür­gens wur­de ver­ab­schie­det. Vor allem Joa­chim, der dem Vor­stand seit zehn Jah­ren ange­hör­te und die Ver­ant­wor­tung für unse­re Home­page sowie die Mit­glie­der­be­treu­ung hat­te, sei auch hier noch ein­mal sehr, sehr herz­lich gedankt. Sei­ne Auf­ga­ben im Vor­stand über­nimmt in Zukunft Gert Grön­boldt, der schon seit der letz­ten Tagung zum Bei­rat gehört. Sehr zu unse­rer Freu­de konn­ten wir mit Gud­run Drechs­ler und Ste­fan Gro­ße auch zwei neue Bei­rä­te gewin­nen. Ein Pho­to des aktu­el­len erwei­ter­ten Vor­stands gibt es hier.

Nicht mit im Bild: Petra Groschang.

In der für Ver­bands­an­ge­le­gen­hei­ten ange­setz­ten Drei­vier­tel­stun­de war auch noch Zeit für eini­ge inhalt­li­che Fra­gen, die den Anwe­sen­den auf den Nägeln brann­ten. Dar­un­ter waren die feh­len­de Betreu­ung durch (nicht vor­han­de­ne oder über­las­te­te) Schulpsycholog*innen in man­chen Regio­nen und der inak­zep­ta­ble Umgang mit den bera­ten­den Förderschulkolleg*innen beson­ders dringend.

Anschlie­ßend ging die Arbeit in den Work­shops wei­ter, und gegen 16.00 Uhr fand noch eine kur­ze gemein­sa­me Ver­ab­schie­dung statt, bei der auch den Referent*innen gedankt und ihnen eine klei­ne Auf­merk­sam­keit über­reicht wurde.

Die Aus­wer­tung der Rück­mel­de­bö­gen und vie­le per­sön­li­che Gesprä­che haben erge­ben, dass die Teilnehmer*innen mit der Tagung aus­ge­spro­chen zufrie­den waren. Es gab aus­schließ­lich posi­ti­ve Kom­men­ta­re, beson­ders wur­den die gute Stim­mung, die rei­bungs­lo­se Orga­ni­sa­ti­on, die schö­nen Räum­lich­kei­ten und die sehr ergie­bi­gen Work­shops gelobt.

Auch aus unse­rer Sicht war das Tref­fen ein vol­ler Erfog. Wir bedan­ken uns bei allen, die da waren, für ihre zuge­wand­te, koope­ra­ti­ve und enga­gier­te Teilnahme.

Zum Schluss noch ein Wort in eige­ner Sache: Alle Akti­ven in Vor­stand und Bei­rat arbei­ten ehren­amt­lich in ihrer Frei­zeit für den Ver­band. Daher wären wei­te­re Unterstützer*innen sehr herz­lich will­kom­men. Mit mehr man- und wom­an­power könn­ten wir Din­ge in Angriff neh­men, die jetzt ein­fach nicht mach­bar sind, z.B. enge­ren Kon­takt zum Lan­des­el­tern­rat unter­hal­ten, inten­si­ve­re Mit­glie­der­wer­bung betrei­ben oder mehr Mate­ri­al auf der Home­page anbieten.

Die Mög­lich­kei­ten zur Mit­ar­beit sind viel­fäl­tig und zum Teil nicht sehr auf­wän­dig. Den Ver­band bei einer Bera­tungs-DB oder einem Aus­bil­dungs­zir­kel vor­stel­len, Fly­er bei der Schul­psy­cho­lo­gie depo­nie­ren, einen Bericht über eine gute Fort­bil­dung schrei­ben, sich an der Pla­nung einer Tagung betei­li­gen, einen guten Arti­kel zu einem Bera­tungs­the­ma schi­cken oder ein hilf­rei­ches Buch rezen­sie­ren etc. – alles das sind Bei­trä­ge, die uns sehr hel­fen wür­den, den Nut­zen und das Gewicht unse­res Ver­ban­des wei­ter zu vergrößern.

Herz­li­che Grü­ße bis zum nächs­ten Mal,
für den Vorstand
Jörg Lagemann