Es dürfte sich herumgesprochen haben: In ihrem Wahlprogramm und in Interviews ihres Spitzenkandidaten Althusmann fordert die CDU, alle Anrechnungsstunden außer jenen, die für absolut unverzichtbare Tätigkeiten zur Verfügung gestellt werden, zu streichen, um eine Unterrichtsversorgung von 100% zu gewährleisten.

Dass die Tätigkeit der Beratungslehrkräfte für die CDU einen sehr geringen Stellenwert hat, wissen wir seit 2004, als die frisch gewählte schwarz-gelbe Koalition unter Christian Wulff in einer ihrer ersten Amtshandlungen unsere Anrechnungsstunden von fünf auf drei zusammenstrich. Etwas später wurde die Streichung einer weiteren Stunde beschlossen, und nur das Schulattentat in Winnenden verhinderte die Umsetzung dieses Beschlusses.

Sollte die CDU die Wahl gewinnen, ist mit einer weiteren Kürzung der Anrechnungsstunden für Beratungslehrer*innen oder auch mit der gänzlichen Abschaffung des seit 1978 aufgebauten, eminent erfolgreichen und national wie international oft kopierten Systems zu rechnen.